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Die  SPD  in Villingen-Schwenningen
 

Gute Aussichten für den Panoramaweg

Villingen-Schwenningen

Schwarzwälder-Bote, 07.07.2015

Von Andreas Hennings

VS-Schwenningen. Der schlechte Zustand des Panoramawegs oberhalb von Schwenningen erregte zuletzt die Gemüter der SPD-Fraktion. Ihr Hilferuf wurde nun erhört: Die Stadt plant, den Weg bestenfalls noch in diesem Jahr zu sanieren.

Marode und verwucherte Sitzbänke, Treppen als Stolperfallen sowie eine Aussicht, die es gar nicht gibt – all das soll am Panoramaweg im Neckarstadtteil zwischen Waldfriedhof und Kindergarten Frühlingshalde bald der Vergangenheit angehören. "Das Forstamt ist an dem Thema dran", versichert dessen Leiter Tobias Kühn auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten.

Noch im April hatte die SPD einen Rundgang initiiert, bei dem die Fraktionsmitglieder und Vertreter des Necklemer Bürger-, Alb- und des Schwarzwaldvereins den Weg unter die Lupe nahmen. Der Tenor: Hier muss etwas passieren! "Es braucht natürlich Zeit und der Gemeinderat muss darüber entscheiden. Aber es tut sich etwas", freut sich SPD-Stadtrat Siegfried Heinzmann.

Im ersten Schritt gehe es darum, erklärt Tobias Kühn, wieder eine Aussicht zu ermöglichen, was auch das Fällen von großen Bäumen beinhalte. Damit, alle paar Jahre das Grün zu stutzen, sei es nicht getan. "Dafür wächst Laubholz viel zu schnell, rund einen Meter pro Jahr."

Wie sich herauskristallisiert habe, sei das allerdings eine komplexe Angelegenheit, so der Forstamtsleiter. Denn an den Weg grenzen private Grundstücke, was darauf zurückzuführen ist, dass Abschnitte des Hangs, auf dem aktuell Büsche und Bäume die Aussicht versperren, vor rund 30 Jahren an bis zu 20 Hauseigentümer der Brenzsstraße verpachtet wurden.

Diese bat die Stadt nun schriftlich darum, grünes Licht für die geplante Maßnahme zu geben. Stimmen die Anwohner zu, könnte die Kettensäge im Spätsommer angesetzt werden. Legen sie ein Veto ein, kommt es zu Verzögerungen. "Bis zur Umsetzung sind also noch Schritte zu bewältigen", sagt Kühn.

Da beim Fällen der Bäume schwere Maschinen zum Einsatz kommen, wird der Panoramaweg selbst erst im Anschluss daran saniert. "Da muss ja nur wenig gerichtet werden. Den Spritzasphalt würden wir abdecken, sodass eine Art Waldweg in gutem Zustand entsteht", sagt Kühn. Auch könnte der Weg etwas verbreitert werden. "Wir würden das gerne noch 2015 in Angriff nehmen. Es darf aber nicht zu feucht sein, sonst wird der Boden zu weich und es entsteht Matsch. Wenn wir bis Anfang Oktober nicht beginnen können, verschieben wir es auf das Frühjahr." Bis zu 30 000 Euro veranschlagt das Forstamt für den Baumschnitt und den ausgebesserten Weg.

Deutlich teurer wird die Sanierung des sogenannten "Knieschnappers", dem langen Treppenaufgang von der Brenzstraße zum Panoramaweg. "Der ist natürlich in keinem guten Zustand. Die langen Absätze planen wir anders zu bauen, damit sie besser begehbar sind", erklärt Kühn. Die Stadt prüft, ob dafür Zuschüsse zu bekommen sind, die Kosten werden auf 100 000 Euro geschätzt, die im Haushalt 2016/17 bereitgestellt werden müssten.

Ebenfalls ausgeschrieben wird die Sanierung der beschädigten und bewucherten Treppe nahe der Pauluskirche. Ein Handlauf soll hier zusätzliche Sicherheit bieten.

Schlecht bestellt ist es derzeit auch um die Sitzgelegenheiten entlang des Wegs, auf denen man teils gar nicht mehr Platz nehmen kann. Hier haben der Heimatverein sowie der Alb- und Schwarzwaldverein bereits zugesagt, neue Bänke zu spenden. Und so kann die Aussicht vom Panoramaweg hinab aufs Schwenninger Städtle bald sogar im Sitzen genossen werden.