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Die  SPD  in Villingen-Schwenningen
 

Doppelstadt trauert um Renate Gravenstein

Schwarzwälder-Bote

Villingen-Schwenningen 07.04.2015

Unermüdlich hat sich Renate Gravenstein für die Doppelstadt eingesetzt, am Gründonnerstag ist die langjährige SPD-Kommunalpolitikerin mit 76 Jahren gestorben.

Villingen-Schwenningen (maz). Betroffenheit hat bei vielen über Ostern geherrscht, als sich die Nachricht vom Tod einer politisch wie gesellschaftlich engagierten Doppelstädterin wie ein Lauffeuer verbreitet hat: Renate Gravenstein ist am Gründonnerstag nach kurzer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben.

Konsequent hatte sie sich als junge Frau einen Kindheitswunsch erfüllt und ein Studium zur Hauswirtschaftslehrerin absolviert: ihr Traumberuf, der sie bis zum Ruhestand erfüllte und durch den sie ihren Mann Herbert Gravenstein kennengelernt hatte. Auch ihre politische Heimat hatte die gebürtige Freiburgerin schon früh in der Sozialdemokratie gefunden. Und kaum war sie von 1979 von Brigachtal nach Pfaffenweiler gezogen, übernahm sie als SPD-Ortschaftsrätin Verantwortung in der Kommunalpolitik, ab 1989 auch im Gemeinderat der Doppelstadt, in dem sie sich gerade für die Anliegen der Stadtbezirke stark machte. So war sie schließlich 30 beziehungsweise 25 Jahre in den beiden Gremien vertreten. Erst bei den Wahlen im vergangenen Jahr hatte sie sich aus den beiden Gremien zurückgezogen.

Nicht aber aus ihren zahlreichen weiteren Ehrenämtern, für die sie sich mit viel Herzblut einsetzte. Allen voran die Patenschaft mit der Panzerkompanie 550 und den Freundeskreis La Valette, den sie mitgegründet hatte. Unermüdlich pflegte sie die Kontakte und die Partnerschaft mit der französischen Stadt, packte an, wenn sie mit den französischen Soldaten an der Feldner Mühle wirtete oder beispielsweise die Bürgerstiftung eine helfende Hand beim Flohmarkt benötigte.

Und Renate Gravenstein hatte immer ein Ohr für die Sorgen und Nöte anderer, voller Elan hatte sie sich seit 2014 auch in ihre neue Aufgabe als Beauftragte für Menschen mit Behinderung gestürzt. Überhaupt ist die Liste der Vereine und Gremien lang, in denen und für die sich im Laufe ihres Lebens eingebracht hat. Sie war Gründungsmitglied des Fördervereins der Stadt- und Bürgerwehrmusik sowie des Freundeskreises Kultur VS, saß im Aufsichtsrat des Schwarzwald-Baar-Klinikums, im SPD-Vorstand oder im Freundeskreis der Stadtbibliothek. Mehr als 30 Jahre war sie für die Volkshochschule tätig, die sie zur Ehrendozentin ernannt hatte. Auch weitere Auszeichnungen zeugen von ihrem unermüdlichen Wirken. Sie erhielt das Verdienstabzeichen des baden-württembergischen Städtetags in Gold, die SPD ehrte sie mit der Willy-Brand-Medaille und 2013 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

So trauern Parteifreunde, Wegbegleiter und Bürger der Region zusammen mit ihrem Mann, den drei Kindern und vier Enkelkindern um eine aktive und muntere Frau, die tiefe Spuren hinterlassen hat.